New Counterpoints – Aus Stille/Bassonor

So 03. 11. 2019
19:30

Gast-Veranstaltung, Veranstalter: musik 21.e.V.

http://musik21.de/

Mit freundlicher Unterstützung von:

New Counterpoints – Aus Stille

Einlass: 19:15 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr

In seinem Konzert „Aus Stille“ widmet sich der Pianist Martin Tchiba Neuer Musik, die anders ist als der Mainstream: Er wählt und initiiert Stücke, die im Gegensatz zur landläufigen Virtuosität bewusst Ruhe ausstrahlen, klanglich differenziert mit wenigen Tönen auskommen und zudem auch der Stille einen gewichtigen Platz einräumen. Auch auf „Effekte“ durch Inside Playing oder Ähnliches wird verzichtet. Trotz - oder gerade wegen? - dieser Reduziertheit der Strukturen entfaltet sich in der Musik eine große Diversität: Zur Tiefe der „neuen Tranquilität“ führen mannigfaltige, individuell erlebte und gestaltete Wege, in deren Klangreichtum der Hörer eintauchen kann. Die Stücke erklingen nahtlos hintereinander - also ohne störende Unterbrechungen für Applaus oder Sonstiges -, die Übergänge sind fließend gestaltet, sodass das gesamte Programm sich zu einer Programmkomposition mit einem großen Bogen zusammenfügt. Es erklingen Uraufführungen von Erik Janson, Johannes Sandberger, Johannes K. Hildebrandt und Martin Tchiba, zudem Stücke von Péter Köszeghy, Kunsu Shim und Michael Denhoff.
Programm
Philip Glass (*1937, USA, New York): Opening from Glassworks (1981)
Erik Janson (*1967, D, Düsseldorf): Silent colours (2019), UA.
Kunsu Shim (*1958 KOR., Duisburg): aus: 33 things (2007)
Michael Denhoff (*1955, D., Bonn): aus: Licht(e)stücke (2007)
Martin Tchiba (*1982, HUN., Velbert): New Tranquilism (2019)
Johannes Kreidler (*1980, D., Berlin): Das Ungewöhnliche (2010/13)
Gyula Bánkövi (*1966, HUN, Budapest): Corale - in memoriam Luciano Berio (2013)
Johannes Sandberger (*1963, D. Düsseldorf): Tranquillo - zart - ohne Hast - mit großer Gelassenheit (2019),UA.
Johannes K. Hildebrandt (*1968, D., Weimar): tastentasten (2019),UA.
Balázs D. Kecskés (*1993, HUN., Budapest): Prelude for Martin Tchiba (2018)
Péter Köszeghy (*1971, HUN., Berlin): tolko dühanje (2014)

New Counterpoints - Bassonor

Einlass: 20:30 Uhr
Beginn: 20:45 Uhr

Der Name des extravaganten Ensembles ist Konzept. Drei Kontrabassist-Innen fanden sich zusammen um einen ungewöhnlichen Ensemble-Sound zu erarbeiten. Mit viel tiefer Basis ist die Breite des Gesamtspektrums trotzdem vertreten, durch alle Spielarten die der Kontrabass bietet, durch alternierend verschiedene E-Bässe, Piccolo-Bass und nicht zuletzt durch ein Schlagzeug. Wir erleben eine Entdeckungsreise durch die Klangwelt der tiefen Frequenzen und das ungewöhnliche Resultat dieser seltenen Besetzung, für die Kompositionen und Arrangements geschaffen wurden, die sich in einem stilistischen Crossover der weiten Linie zwischen Neuer Musik und Jazz bewegt. Was aber völlig zweitrangig ist. Im Vordergrund steht der spezielle unverwechselbare Klang dieses Ensembles. Dazu der Kontrast mit hohen, teils untypischen Beckensounds und mit Rhythmen, bildet es eine dramaturgisch eigene Ebene im überraschend vielschichtigen Klang von Bassonor."

Programm

Henry Mex (*1963, D., Berlin): N.N., Neues Werk, für 3 Bässe und Schlagzeug, UA. *
Erik Janson (*1967, D., Düsseldorf): Groove-onor (2018-19), für 2 E-Bässe mit Effektgeräten und Kontrabass, UA.
Christoph Theiler (*1959,D., Wien): Brush strokes (2019), für Solo-Kontrabass und 2 E-Bässe, UA.*
Hubert Hoche (*1966, D., Helmstadt): ZEBEKAB, für Kontrabass und 2 E-Bässe, UA.*
Bassonor: Freie, kurze experimentelle Jazz-Improvisationen sollen einen Kontrapunkt zu den o.g. komponierten Werken bilden.
* = 3 Kompositionsaufträge, gefördert durch die Kunststiftung NRW

Noriko Okamoto (Kontrabass), Horst Nonnenmacher (E.-Bass, Effektgeräte), Henry Mex (Kontrabass, E-Bass, Multieffektgerät)

Gast-Veranstaltung, Veranstalter: musik 21.e.V.