Larry Goldings / Peter Bernstein / Bill Stewart
In den Mitt- bis späten 1990er-Jahren beschrieb die New York Times Larry Goldings, Peter Bernstein und Bill Stewart als „das beste Orgel-Trio des letzten Jahrzehnts“. Das Trio, das heute seit über 30 Jahren zusammenarbeitet, wurde dafür anerkannt, neue Wege zu gehen, mit einer synergistischen, zugleich nachdenklichen Musikalität. Sie haben gemeinsam 14 Alben und zwei DVDs aufgenommen, die alle ihren unverwechselbaren Klang zeigen, egal ob sie sich in die Tiefen von Jazz-Standards vertiefen oder eigene Kompositionen spielen. Von ihrem neuesten Werk Ramshackle Serenade (Pirouet) lobte Downbeat: „Das gesamte Album unterläuft subtil Klischees des Orgel-Trios und bietet nicht Chicken-Shack-Party-Schritte, sondern eher coole Atmosphären nach Feierabend... 4 Sterne“.
Larry Goldings aus Boston, bekannt für seinen charakteristischen Hammond-Orgel-Stil und Vielseitigkeit an vielen Tasteninstrumenten, hat sich nicht nur im breiten Jazz Spektrum einen Namen gemacht, sondern auch in Funk, Pop und Elektronik. Als gefragter Sideman ist sein Sound auf zahlreichen Alben verschiedenster Genres zu hören. Im Laufe der Jahre arbeitete er eng mit Michael Brecker, Jim Hall, Maceo Parker, Madeleine Peyroux, Pat Metheny, John Scofield zusammen und seit 2002 mit James Taylor. 2007 erhielten Goldings, Jack DeJohnette und John Scofield eine Grammy-Nominierung in der Kategorie Best Jazz Instrumental Album, Einzel- oder Gruppenleistung, für ihr Album Trio Beyond – Saudades (ECM). Goldings ist auch als Komponist, Arrangeur und Produzent tätig. Seine Kompositionen wurden von Michael Brecker, Till Brönner, Jack DeJohnette, Sia, Lea Michele, Bob Dorough, Jim Hall, Jane Monheit, Gaby Moreno, John Scofield, Mark Sholtez, Curis Stigers und Toots Thielemans aufgenommen. Goldings’ Musik wurde zudem in TV-Shows und Filmen verwendet, u.a. The Office, Proof, Funny People und Neighbors. 2013 komponierte er die Filmmusik zu Dealin’ With Idiots, Regie Jeff Garlin.
Gitarrist Peter Bernstein (1967) ist seit 1989 eine feste Größe der Weltjazzszene. Musiker aller Generationen suchten ihn auf – Tourneen mit Legenden wie Jimmy Cobb, Lou Donaldson, Bobby Hutcherson, Lee Konitz, Sonny Rollins und Dr. Lonnie Smith sowie mit heutigen Stars wie Eric Alexander, Brad Mehldau, Diana Krall, Nicholas Payton und Joshua Redman. Seine markante Gitarrensprache findet sich auf über hundert Aufnahmen. Als Leader veröffentlichte Bernstein sechs hochgelobte Alben, die sowohl seine meisterhaften Interpretationen von Standards als auch seine erfinderischen, lyrischen Kompositionen zeigen. Sein jüngstes Projekt Monk (Criss Cross) demonstriert Bernsteins tiefes Verständnis für die Komplexität von Thelonious Monks Musik, ohne von Monks imposanter Persönlichkeit überschattet zu werden. Bernstein hat auch an der Juilliard School, dem Berklee College of Music, der North Texas State University, dem New School Jazz Program und dem Jazz Conservatorium in Amsterdam gelehrt. Gitarrenlegende Jim Hall sagte, Bernstein sei „der beeindruckendste junge Gitarrist, den ich je gehört habe... Er spielt den Besten von Swing, Logik, Gefühl und Geschmack – und hat sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft im Blick“.
Bill Stewart Ursprünglich aus Des Moines, Iowa, stammt Schlagzeuger Bill Stewart (1966) und machte sich einen Namen als das rhythmische Kraftpaket hinter der Band des Gitarristen John Scofield, mit dem er zwischen 1990 und 1995 fünf Jahre lang zusammenarbeitete. Heute gehört er zu den weltweit gefragtesten Jazz-Schlagzeugern. Stewarts Spiel zeichnet sich durch einen melodischen Fokus und eine polyrhythmische, vielschichtige Gestalt aus. Obwohl sein Drummings von vielen melodischen und hart swingenden Schlagzeugern beeinflusst wurde, darunter Max Roach, Roy Haynes und Jack DeJohnette, ist Stewarts Stimme eindeutig eigen. Er hat ausgiebig mit Michael Brecker, Kevin Hays, Lee Konitz, Pat Metheny, Joshua Redman und Maceo Parker gearbeitet. Die langjährige Zusammenarbeit mit John Scofield führte zu einigen der hochwertigsten Aufnahmen und Live-Konzerte im modernen Jazz. Als führender Komponist hat Stewart mehrere Alben als Leader herausgebracht, die hauptsächlich seine eigene Musik präsentieren und dabei die gleiche Nachdenklichkeit, Witz und tadellosen Geschmack zeigen, wie man ihn in seinem Spiel hört.
Heavytones

