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Beat Wismer

Generaldirektor Stiftung Museum Kunstpalast 2007 – 2017

Tatsächlich kam die Musik in meinem Leben vor der Bildkunst. Nicht überraschend, damals in meiner Jugend: zuerst Rock und Pop, Hendrix, The Who, Led Zeppelin, Velvet Underground und all die andern, zu denen natürlich auch Miles Davis und John McLaughlin gehörten. Eine glückliche Konstellation im Freundeskreis eröffnete mir schon früh den Zugang zum neuen Jazz, dazu gehörten zahlreiche persönliche Begegnungen mit Größen von Betty Carter bis zu Max Roach und den Musikern des Art Ensemble of Chicago, und bis heute Freundschaften mit Schweizer Jazzern. Prägend die Situation um 1970: Natürlich gab’s Woodstock nur im Film, aber ich wusste schon, was Frank Zappa meinte, als er, ein paar Jahre nach dessen Tod, ein Stück mit Eric Dolphy Memorial Barbecue betitelte.

Wenn Heimat da ist, wo ich mich – wo auch immer, oft unterwegs – zu Hause fühle, dann gehören natürlich die Orte dazu: Das waren in den Siebzigern in Amsterdam neben Paradiso und Melkweg ebenso selbstverständlich das alte Bimhuis, das sind heute in New York noch immer das Village Vanguard, aber auch The Cornelia Street Cafe und immer wieder The Stone, in London The Vortex. Dazu gehören auch die Festivals, seit vierzig Jahren, von Anfang an, Willisau, dann selbstverständlich auch Moers, seit ich in Düsseldorf lebe. Und hier dann, mit etwas Verspätung, aber als umso glücklicheres Erlebnis, vor einigen Jahren die Entdeckung der Jazz-Schmiede: Das Erlebnis der Liveacts des ambitionierten Programms, performed in der angeregten Atmosphäre in einem der »schönsten Konzertsäle Düsseldorfs« (wohl begründete Selbsteinschätzung der J-S), ist die wichtige, quasi lebensnot­wendige Ergänzung zum ebenso wichtigen und beglückenden Hörerlebnis am ruhigen Ort: mit der Vinyl-Sammlung, zu Hause. Wie gut, dass es sie gibt, die Jazz-Schmiede in Düsseldorf, in einer Stadt, die als Kunststadt bekannt ist und wirbt, die, dank der Schmiede, aber auch als Jazz-Stadt zu entdecken ist.

Foto: Bernd Ahrens

Ryan Carniaux

Professor und Fachbereichsleiter Jazz Folkwang Hochschule Essen

Die Jazz-Schmiede in Düsseldorf ist ohne Zweifel einer meiner Lieblings-Jazzclubs in Europa. Eines meiner allerersten Konzerte in Deutschland war dort – als Opener einer Session vor fast zwanzig Jahren. Der Sound und die Atmosphäre des Raums sind einfach großartig!

Was ich an der Schmiede aber besonders liebe, ist die starke Gemeinschaft. Ich habe dort im Laufe der Jahre so viele wunderbare Kolleginnen und Kollegen kennengelernt – bei Sessions, Konzerten – und durch die entspannte und offene Atmosphäre auch immer wieder den direkten Kontakt zu einem neugierigen, aufmerksamen und offenen Publikum erlebt.

Das Team – ob am Mischpult, im Booking oder an der Bar – ist erstklassig. Die Unterstützung, die sie lokalen und up and coming Jazzmusiker:innen durch ihre Konzertreihen und Sessions bieten, ist ein riesiger Gewinn für die Musikszene in NRW.

Ich freue mich auf viele weitere Jahre Musikmachen in der Schmiede – und auf den einen oder anderen späten Drink mit ›the cats‹ an der Bar.

Foto: Gerhard Richter

Pablo Held

Pianist, Köln

Zum 30jährigen Jubiläum der Jazz-Schmiede wünsche ich von Herzen alles Gute! Die Schmiede ist für mich ein Ort, an den ich immer wieder gerne zurückkehre und mit dem ich unvergessliche musikalische Erlebnisse verbinde.

Bei euch fühlt man sich zu Hause! Das liegt nicht nur an dem treuen Schmiede-Publikum, dem super Sound, sondern auch an an der Gastfreundschaft und Fürsorge des Schmiede-Teams.

Ich gratuliere euch allen und freue mich auf das nächste Konzert!
Euer Pablo

Foto: Nancy Ebert

Adam Nussbaum

Schlagzeuger, New York

It‘s always a joy to play at the Jazz-Schmiede. The vibe is great and the people are wonderful. Thank you for helping to keep jazz alive!

Foto: Gerhard Richter

John Goldsby

Bassist und Komponist, WDR BigBand 1994 – 2024

I love playing at the Jazz-Schmiede, Düsseldorf! The audience, the club, the support team, and the vibe make this place an extra special home for jazz. Over the years, the Jazz-Schmiede has offered a platform for international stars, local bands, and young players, as well as a meeting point for jazz fans and connoisseurs. Congratulations on 30 years of the best in jazz. Long live the Jazz-Schmiede!

Foto: Frank Wiesen

Andrzej Koliński

Polnisches Institut Düsseldorf

Jazz über die Grenzen hinaus

Mit Jazz hat man in Polen schon immer Freiheit verbunden. Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, der künstlerischen Entwicklung, Internationalität und Verständigung. Gerade Jazz eignet sich auch hervorragend als Mittel der Verständigung zwischen Polen und Deutschen über die Grenzen, Politik und Geschichte hinaus. Dies haben wir im ›Polnischen Institut Düsseldorf‹ schon früh beherzigt und sind schnell eine Kooperation mit dem besten Jazzclub – der Düsseldorfer Jazz-Schmiede – eingegangen.

Was uns immer in den langen Jahren beeindruckt hat, war eine fruchtbare Mischung aus Professionalität und freundschaftlicher Atmosphäre – verbunden mit Offenheit, Neues aus Polen zu lernen. Aber – »It’s people, stupid« und nicht ›economy‹, was den Unterschied ausmacht! Wie Peter Weiss, der hier stellvertretend für alle Freunde der Schmiede genannt werden sollte, der in ›heiliger Mission Jazz‹ unermüdlich unter­wegs ist.

Vorgestellt wurden in der Schmiede bekannte Namen, wie Jan Ptaszyn Wróblewski, Adam Pierończyk und Włodek Pawlik – der 2014 den Grammy erhalten hat. Aber auch die jüngere Generation, wie Mikołaj Trzaska, Grzech Piotrowski, Sławek Jaskułke oder Paweł Kaczmarczyk.

Meinen Beitrag in der Festschrift möchte ich aber Jarek Śmietana widmen, der in Düsseldorf viele Freunde hatte und hier oft spielte. Und der Jazz-Schmiede wünscht das ›Polnische Institut Düsseldorf‹ noch lange Jahre kreativer Gestaltung der Freiheit.

Eckart Schulze-Neuhoff

Leiter Robert-Schumann-Saal

Ich gratuliere der Jazz-Schmiede von Herzen zum 30-jährigen Bestehen! Robert-Schumann-Saal und Jazz-Schmiede: Ich blicke dankbar auf viele gemeinsame Jahre mit großartigen Projekten und Kooperationen zurück. Besonders sind mir die wunderbaren gemeinsamen Jazz-Festivals in Erinnerung geblieben. Mein besonderer Dank gilt Peter Weiss für die immer vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Jazz-Schmiede ist eine verlässliche Institution, die das Düsseldorfer Kulturleben in vielerlei Hinsicht bereichert. Die große Programmvielfalt und der Charme eines intimen Jazzclubs geben dem Jazz im sogenannten Salzmannbau ein würdiges Zuhause. Ich wünsche der Jazz-Schmiede für die Zukunft alles erdenklich Gute!

Foto: Susanne Diesner

Omer Klein

Pianist, Förderpreisträger der Stadt 2013

I‘m hearing that the Jazz-Schmiede is 30 years old, which is unbelievable and such a great achievement. I have a big, important place in my heart for the Schmiede, the people who run it and operate it, and the people who are frequenting the venue and coming to hear the music.

I moved to Düsseldorf in September 2009 and had no idea what Düsseldorf was about and if there was any jazz in the city – I moved from Manhattan to Düsseldorf (!) I remember it like it was yesterday: I googled „Düsseldorf Jazz“ to see what it gives me – and it gave me the Jazz-Schmiede. I sent an email – I don‘t know how it got to where it got – but I think that the first person that answered me, the first person I was in touch with, was Peter Baumgärtner. And he said, »Yeah, nice to have you in the city! Come to the jam or come to a show and see what it’s like here.«

And I came, and I played at one jam, and the rest was history: I very quickly met Peter Weiss and learned how much love and hard work he had been pouring into the place. I also met Nico Brandenburg who was giving a lot from himself to the venue. Of course Ivi, whom we all love and of course Lars, who is truly one of the great sound engineers. Through the years I’ve had such beautiful experiences there. I played there so many times – with my Trio, solo, with other projects.

The public – what can I say about the Schmiede fans: the same people coming again and again. It’s great that there are new people discovering the place as well, but we have there such a core of fantastic fans that are coming. And I will never forget that on the first night, the first jam that I played, someone introduced me or someone said, »This was Omer Klein«, and then one of those regular fans that always come to the Schmiede, quickly shouted: »You‘re not Klein, you’re Groß!«

I remember it like it was yesterday. So from my heart, I‘m sending you all the best wishes. Let’s go for another 30 years of Schmiede – another 60, another 90, another 120! You are bringing people together through music – through jazz – which is so needed in this time more than any other time. Let’s teach those politicians and businessmen how to do it the right way. How to lead communities through music, through art. How to listen to one another’s ideas and how to collaborate over something that is beautiful and uplifting like jazz music.

Much Respect,
Omer Klein

Foto: Peter Hönnemann

Paul Heller

WDR Big Band

Jazz-Schmiede Düsseldorf – ein Jazzclub wie man ihn sich als Musiker und Publikum nur wünschen kann! Seit 30 Jahren vielfältiges, abwechslungsreiches, überraschendes und immer spannendes Programm auf höchstem Niveau. Als Musiker, wie auch als Publikum fühlt man sich durch die sympathische und kompetente Gastro und die phantastische Technikbetreuung sofort willkommen und zu Hause.

Der hervorragende Sound in der Jazz-Schmiede macht es für Musiker enorm angenehm, Musik zu machen – und immer zum Hörgenuss im Zuschauerraum. Ich wünsche dem gesamten Team der Jazz-Schmiede Düsseldorf nur das Beste für die Zukunft, auf mindestens die nächsten 30 Jahre, und immer eine so glückliche Hand, Phantasie, Leidenschaft und Durchhaltever­mögen, wie sie es in den vergangenen 30 Jahren so erfolgreich umgesetzt haben.

Foto: Zbigeniew Lewandowski

Barbara Oxenfort

Sängerin

Dass es die Jazz-Schmiede gibt, ist ein großes Glück für Düsseldorf!

Einen Ort, an dem der Jazz in all seinen Schattierungen und auch experimentellen Formen lebt und gelebt wird, einen Raum – im wahrsten Sinne des Wortes – für Jazz-Liebhaber, also für Jazz-Amateure, für pro­fessionelle Musiker, für Jazz-Begeisterte – ob ausführende Künstler oder künstlerisch interessierte Hörer – gibt es eigentlich nur einen: die Jazz-Schmiede!

Hier lebt der Jazz und hier wird er gelebt! Hier findet ein Austausch auf allen Ebenen statt – ich denke nur neben all den Konzertangeboten an die regelmäßig stattfindenden Jam-Sessions!

Und genau das ist das Glück für eine Stadt wie Düsseldorf: Dass es eine Institution für Musik gibt – den Jazz –, die weit mehr ist als nur ein institutioneller Rahmen, die nämlich von Leben erfüllt ist!